Pilot Kanes Tagebuch, eine Star Wars Geschichte...

Hier könnt ihr euch über Science-Fiction-Bücher aller Art auslassen.

Moderatoren: tonidoc, MDuss

Antworten
Benutzeravatar
Bloody_Kain
Moderator
Moderator
Beiträge: 5099
Registriert: 04.05.2008, 13:35
Wohnort: In einem Taschenuniversum links um die rechte Ecke
Hat sich bedankt: 10 Mal
Danksagung erhalten: 19 Mal
Geschlecht:

Pilot Kanes Tagebuch, eine Star Wars Geschichte...

Beitrag von Bloody_Kain »

Nabend.
Ich habe diese Geschichte vor Jahren geschrieben, als Teil einer Vorgeschichte für einen Freelancer Server, auf dem ein Star Wars Total Conversion Mod lief.
Auf diesem Server wurde Massiv RPG betrieben, ob es diesen immer noch gibt weis ich nicht, und ich war eine Zeit lang mit dabei.
Irgendwann habe ich allerdings sämtliches Interesse an RPGs dieder Art, P&P Spielen und Foren RPGs verloren und bin dort ausgestiegen.

Die Geschichte freilich, habe ich natürlich behalten. Schließlich ist sie auf meinem Mist gewachsen und ich kann mit ihr machen was ich will, außer sie verkaufen, denn dann würde ich Lizensprobleme bekommen. ^^
Das es eine Geschichte zu einem Mod ist, wird man im 2. Teil der Geschichte merken, da es dort ein paar Teile und Namen gibt, welche auf die Begebenheiten der Mod und der Spieler dort aufgebaut sind.

Ich hatte eigentlich vor die Geschichte weiter auszubauen, sollte mein Charakter wieder eine Wendung in seinem Leben erfahren, aber dazu ist es wie gesagt nie gekommen.
Ich hoffe trotzdem, das euch diese kleine Geschichte gefallen wird.
Übrigens, ich halte mich in der Geschichte nicht viel mit Beschreibungen auf. Leuten die das Star Wars Universum nicht kennen, ja solche Leute soll es geben, können die Begriffe die sie nicht kennen auf der Star Wars Wiki nachlesen. ;-)

Hier also die Geschichte:
Pilot Kains Tagebuch

Vorgeschichte:
Das Leben war eigentlich immer sehr gut zu mir gewesen, damals als die Welt noch in Ordnung für mich war. Gott was war ich naiv. Ich wuchs auf Selonia auf, einem recht hübschen Planeten im Corellianischem Sektor. Meinem Vater gehörte eine Lambda Fähre und ein kleines Transport Unternehmen das Stellar Inc. hieß. Wir waren nie sehr reich, aber wir lebten gut davon. Leider brachte es der Beruf mit sich, dass ich meinen Vater nur sehr selten sah, doch immer wenn er im Sektor war, machte er einen Abstecher nach Hause und blieb für ein oder zwei Tage. Dass heißt, wenn es die Auftraglage erlaubte.
Ich ging wie jeder andere zur Schule, machte meinen Abschluss und lernte in der örtlichen Händlergilde das schwere Geschäft des Handels und lernte auch nebenbei das Fliegen diverser Flug und Raum Gefährte. Als es dann soweit war, das mein Vater in Rente ging, erbte ich das Unternehmen und modernisierte es ein wenig von dem Geld, das ich mir zusammengespart hatte. Nun war es an mir, die Lieferungen auszubringen, Kontakte zu Knüpfen und das Geschäft zu leiten und zu verwalten. Ich flog zu Planeten, von denen mir allenfalls mein Vater etwas erzählt hatte und stets musste ich feststellen, dass er nie übertrieben hatte, auch wenn es sich so anhörte. Ich war recht erfolgreich und nach ein paar Jahren fand ich dann auch die Liebe meines Lebens. Wir heirateten und hätten Glücklich bis an unser ende weiter gelebt, wenn da nicht dieser eine schicksalhafte Tag gewesen wäre.

Wie des Öfteren wenn ich in der nähe von Corellia war, dem Hauptplaneten des Systems, Landete ich auf der Werft und ging in die Pilotenlounge um mich mit Bekannten und Freunden zu treffen. Seit einigen Tagen gingen Gerüchte um, das die Rebellion erste Erfolge gegen das Imperium erzielt hatte. Es war ihnen gelungen ziemlichen Schaden anzurichten und den Vergeltungsschlägen des Imperiums zu entkommen.
Heute war das Thema ein gänzlich anderes. In dem Maße, in dem die Rebellion Fortschritte machte, zogen die Imperialen ihre Großkampfschiffe aus den Systemen ab. In einigen gab es nicht einen Sternenzerstörer mehr. In manchen gab es vielleicht grade mal einen, ehemals ausgemusterten, Dreadnougt der von den Sektorbehörden gekauft und unterhalten wurde um ein Mindestmaß an Ordnung zu bewahren. Leider nahmen mit den Abzügen des Imperiums, die Piratenaktivitäten deutlich zu. Im Corellianischem Sektor waren schon die ersten Black Sun Piraten gesehen worden und an der Wand für vermisste Piloten häuften sich mit jedem Mal, an dem ich dort landete die Vermistenmeldungen. Bei manchen stand direkt bei das sie Tod waren, darunter auch einige Freunde von mir um die es mir sehr Leid tat.

Eines Tages, ich hatte grade eine große Gruppe Passagiere in meiner Fähre die nach Coruscant wollten, geschah es dann. Bei dem Sprungpunkt Richtung Coruscant tauchten vor mir ein Frachter der Black Sun auf. Ich wich ihm aus und Sprang, doch konnte es nicht verhindern, vorher gescannt zu werden. Als ich dann ein paar Tage später zurückkam, warteten sie dort. Ob speziell auf mich oder auf jemand anderes weis ich nicht. Jedenfalls waren sie da und fingen mich ab. Zu dem Zeitpunkt hatte ich nichts geladen, wollte einige Zeit zuhause bei meiner Frau verbringen da sie unser erstes Kind erwartete.
Man forderte mich auf, meine Fracht abzuwerfen. Da ich aber nichts dabei hatte, sollte ich ihnen einen Wegzoll von mehreren hundert Tausend Credits überweisen da sie wussten, das ich vor kurzem erst auf Coruscant war und dort einige hohe Transaktionen durchgeführt hatte.
Ich weigerte mich dies zu tun und sah mein ende bereits kommen, als sie ihre Waffen bereit machten.
Zu meinem Glück, kam in dem Moment ein Victory Klasse Sternzerstörer durch den Sprungpunkt ins System geflogen. Ich sendete sofort ein Notsignal und das Schiff eröffnete mit seinen Ionenkanonen das Feuer auf alle beteiligten, auch auf mich. Die Piraten zerstreuten sich schnell in alle Himmelsrichtungen. Allerdings entkam nur einer von deren Jägern, der andere wurde Vernichtet und der Frachter ausgeschaltet. Sowohl meine Fähre als auch der Frachter wurden per Traktorstrahl, nacheinander an Bord geholt, der Black Sun Frachter zuerst. An Bord wurde auch ich gefangen genommen, doch da ich unbewaffnet war und auch meine Papiere in Ordnung waren, wurde ich nur zur Befragung da behalten und nicht verhört, so wie die gefangenen Piraten. Das Schiff flog indes weiter zur Corellianischen Werft und setzte mich dann, samt Shuttle da ab. Natürlich blieb ich auf den Reparaturkosten sitzen, aber das war das kleinere Übel gegenüber zu der Tatsache, dass ich noch am Leben war.
Ich verständigte meine Frau über Holonet von dem kleinen Abenteuer und versprach bald zuhause zu sein. Dafür war ich allerdings in die Pilotenlounge gegangen und bekam nicht mit, wie einer der Techniker etwas in mein Shuttle einbaute, was dort definitiv nicht hingehörte.

Einige Stunden später, flog ich Richtung Selonia weiter und war froher Dinge. Nicht jeden Tag überlebt man einen Überfall der Black Sun. Auf Selonia angekommen, wunderte ich mich, warum meine Frau mich nicht wie immer am Raumhafen abholte. Ich dachte es könnte etwas mit dem Kind zutun haben, und beeilte mich nach hause zu kommen. Ich war grade aus dem Personen Transport Schweber aussteigen, als das Haus explodierte!
Ich konnte mich nur noch zu Boden werfen, bekam aber trotzdem einiges mit und verlor die Besinnung.
Als ich wieder zu mir kam, lag ich in einem Zimmer auf einer Med. Station von Selona, Selonias Hauptstadt. Man sagte mir, dass man eine Verkohlte Leiche in dem Haus gefunden hatte und ich nahm das schlimmste an. Der Polizei gelang es nicht, die Person zu identifizieren, so musste ich davon ausgehen, dass die Leiche meine geliebte Frau war.
Zu all dem musste ich feststellen, dass mein Shuttle, kaum das ich beim Haus war, ebenfalls explodiert war. Ich hatte also Alles verloren was mir lieb und Teuer war. Meine Firma, musste ich aufgeben. Ich verkaufte die Infrastruktur an einen Freund von mir und danach stand ich da. Trauernd um meine Frau und unser ungeborenes Kind. Ich mietete mir eine kleine Wohnung in der Stadt und überlegte wie es weiter gehen sollte. Ich besaß noch einige Finanzielle Rücklagen aber keine Perspektive. Ich hatte mir eine recht ansehnliche Summe zurückgelegt für die Zeit, da ich mich endgültig niederlassen wollte. Dazu kam nun das Geld meines letzten Auftrags und vom Verkauf des Familienbetriebes abzüglich alles anderen Kosten. Ich beschloss das zu machen, was ich am besten konnte, auch wenn es nicht leicht war und wurde ein Freihändler ohne festen Sitz. Ich buchte mir einen Systemflug nach Trallus und kaufte mir dort einen alten gebrauchten YT-1300 und rüstete ihn mit dem nötigsten aus, was ich mir leisten konnte. Leider reichte es nicht für Waffen, da ich neben dem Schiff eine neue Identität brauchte und dafür der Rest des Geldes draufging. Ich setzte das Schiff so gut es ging in stand und bekam es auch wieder flugtüchtig, aber nun wo das Geld zu ende war, mit was sollte ich Waren ankaufen um sie wieder zu verkaufen? Und ohne Waffen und Traktorstahl, konnte ich auch nicht in den nahen Asteroidenfeldern, Rohstoffe abbauen.
Zum Glück half mir da der Verkäufer des YT weiter. Er hatte einen Auftrag, aber war zu geizig einen Piloten dafür anzuwerben. Er würde mir 5.000 Credits überlassen wenn ich eine Ladung Ersatzteile von ihm zur Centerpoint Station bringen würde. Ich wusste dass ein normaler Pilot eines YT um einiges mehr nehmen würde, aber für mich war es eine gute Gelegenheit.
So arbeitete ich mich also langsam wieder nach oben. Eines Tages, ich hatte grade eine 200t große Ladung brisanter Thermalsdetonatoren von einer versteckten Basis gekauft die in der nähe des Bespinsprungpunktes in einem Asteroidenfeld versteckt lag, fand ich genau in diesem Feld einen halb zerstörten Frachter. Es war ebenfalls ein YT, aber eines von den neuen YT-2000 Modellen. Nun ja, dies schien dem Piloten wenig geholfen zu haben wenn man die Branntspuren und das Zerstörte Cockpit bedachte. Laut allgemeinem bergungsrecht gehört dem Finder alles, also dockte ich mein Schiff mit einem Landungsgreifer an das Wrack an.
Um das Wrack waren ein paar Container verteilt die ich allerdings manuell einsammeln musste. Ich stieg also in meinem Raumanzug, entlüftete den Frachtraum und brachte mittels Düsentournister drei der Container, die am vielversprechendsten aussahen, in mein Schiff.
Als nächstes sicherte ich das Wrack und sorgte dafür, dass es nichts Wichtiges verlor. Zum glück für mich war das Cockpit nur noch ein Krater und im Innenraum ansonsten keine Passagiere bzw. deren Leichen. Ich schloss den Frachtraum des YT-2000 und Schweißte ihn zu um nicht noch mehr Fracht zu verlieren. Ich wollte das Schiff mitnehmen um es auszuschlachten. Es war zwar schwer beschädigt, aber zumindest eine der Vierlinkslaser schien noch Funktionsfähig zu sein.
Ich brachte alles nach Trallus zu dem Händler, bei dem ich damals den YT gekauft hatte.
Zusammen sahen wir uns die gefundene Fracht an und schlachteten das Wrack aus. Ich beanspruchte für mich alles was mir wichtig erschien. Dazu gehörte das funktionierende Vierlinksgeschütz, die verbesserte Sensoranlage und ein Traktorstrahl zum Fracht aufnehmen.
Die Fracht die es bei sich hatte, war nicht viel wert, bis auf ein Container der besonders abgeschirmt war. Aus den Computermodulen des Wracks war noch genug Material zu entnehmen, um zu erkennen, dass dieser Kontainer nicht in den Papieren verzeichnet war.
Es war also Schmuggelware. Bisher hatte ich mich immer aus solchen Sachen herausgehalten, wollte keinen Konflikt mit der Systempolizei oder dem Imperium bekommen, doch nun stand ich vor dem Problem, was ich damit machen sollte.
Einerseits wollte ich keinen Ärger, andererseits war ich auch neugierig was das wohl sei und Geld konnte ich in diesen Tagen sehr gut gebrauchen. Schließlich obsiegte die Neugier und wir brachen den Container auf.
Was wir da fanden war ein Schatz und das im wahrsten sinne des Wortes!
Es war eine Volle Ladung Corusca Gemmen. Sofort entbrannte eine heiße Diskussion um eine Beteiligung an dem Fund. Ich schaffte es, meinen Geschäftspartner auf eine 40 / 60 Verteilung zu überreden und sprach ihm noch mal 5% zu, wenn er diese Waren auch verkaufen kann. Er stimmte mir sofort zu und ich blieb ein paar Tage auf Trallus um alles zu überwachen, während ein paar Mechaniker und Ich die Umbauten an dem alten YT vollzogen.
Nach ein paar Tagen, bekam ich dann das Geld und konnte Ablegen mit meinem neu bewaffneten und überholten Schiff das immer mehr zu meiner neuen Heimat wurde.
Ein bis zwei Monate später landete ich mal wieder auf Tatooine um eine Ladung Wasser abzuliefern. In einer Cantina in der nähe des Raumhafens von Mos Eisley wartete ich darauf das die Packdroiden endlich fertig wurden. Ich hatte diese Bar gewählt, weil man hier schnell an gute Aufträge rankommen konnte und wegen der hübschen Tänzerinnen die hier jeden Abend auftraten.
Anscheinend hatte ich einen schlechten Tag erwischt, denn in einer anderen Cantina wurde jemand erschossen und lieferte sich dann in einer Startbucht eine Schießerei mit den Imps.
Daraufhin wurde eine Meldung vom Hafenpersonal durchgegeben, das die Imps ein Startverbot für alle Schiffe verhängt hatten. Na super, dachte ich mir, jetzt hängste wohl erstmal eine weile hier fest. Ich mochte Tatooine nicht besonders. Als jemand, der in dem milden Klima Selonias aufgewachsen war, war dieser Planet fast unerträglich. Die Drinks die man bekam musste man fast sofort trinken, ansonsten waren sie innerhalb von ein paar Minuten ausgetrocknet. Ganz Mos Eisley stank erbärmlich da es hier kaum Wasser auf dem Planeten gab, und sich deshalb nur die reichen und mächtigen eine regelmäßige Körperpflege erlauben konnten. Dazu kamen noch die ganzen Nichtmenschen und auch diese Jawas. Kaum etwas stinkt schlimmer als ein Jawa und lebt auch noch.
Da ich nicht sofort wieder starten konnte, beschloss ich mir an diesen Abend die Show anzusehen. Doch was ich zu sehen bekam, ließ mir heiß und kalt werden. Diese Frau die da Tanzte, sie sah aus wie meine verstorbene Frau! Zuerst dachte ich, es läge an dem Alkohol, der Hitze und dem Wassermangel, aber irgendwie wollte ich da nicht so ganz dran glauben.
Ich beschloss den Barkeeper zu fragen.
Erst wollte er mir nichts sagen, aber als ich ein paar extra Credits springen ließ, erzählte er mir, dass ein paar Piloten sie ihm als Bezahlung dagelassen hatten weil sie ihre Drinks nicht bezahlen konnten. Das war so vor ein paar Monaten. Ich fragte ihn, ob er sie verkaufen würde, doch er verneinte. Ein Agent von Jabba dem Hutten hatte bereits ein Auge auf sie geworfen und würde sie heute nach der Show mitnehmen um den Hutten zu unterhalten, und der Cantina Besitzer wollte sich nicht Jabbas Zorn aussetzen, was ich durchaus verstand.
Auch die Imps würden mir hier nicht helfen können. Sie hielten zwar Tatooine besetzt, hatten aber keinerlei Macht über den Hutten. Und auch ich wollte es mir nicht mit Jabba verderben, denn auch ich hatte schon von einigen dieser unglückseligen Individuen gehört, die dies Taten und was aus ihnen geworden war. Also was tun?
Zum Hutten gehen und sie ihm abkaufen? Das wäre zwar möglich, würde mich aber damit jedem Piraten grade zu anbieten mich auszurauben. Ich würde es morgen einfach mal versuchen, heute konnte ich eh nichts machen. Der Barkeeper wollte mich nicht mit ihr sprechen lassen und so konnte ich ihr nur zusehen, auch wenn meine Gefühle für sie fast um den Verstand brachten. Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus und verließ die Bar um den Rest der Nacht auf meinem Schiff zu verbringen.

Am nächsten Tag ging ich zu Jabbas Palast und bat um eine Audienz bei dem Hutten.
Anscheinend hatte er einen guten Tag, denn mir wurde einlass gewährt. Er lies sich grade eine Show gefallen mit diversen Tänzerinnen aus allen möglichen Teilen der Galaxis. Meine Frau war nicht darunter.
Ich sprach mit ihm, ließ aber bewusst einige Teile aus. Jabba sprach einige Worte auf Huttisch und ein ziemlich ramponierter Protokolldruide übersetzte.
Dem erlauchtem Jabba täte es sehr Leid, doch die Person auf der diese Beschreibung passte, wäre gestern Nacht bei der Überführung in seinen Palast, samt seines Agenten von einem Kryat Drachen gefressen worden. Ich musste mich echt beherrschen um nicht meine Gefühle zu zeigen, dankte ihm für seine Zeit und verließ seinen Palast Richtung Raumhafen. Inzwischen hatten die Imperialen die Abflugsperre aufgehoben und so flog ich los, irgendwohin nur weg von diesem Planeten. Ich stellte den Autopilot so ein, dass er mich nach Coruscant bringen würde und ging in meine Kabine. Die nächsten Stunden schrie und weinte ich meinen erneut aufgekommenen Schmerz hinaus. Ich hatte sie wieder gefunden nur um sie sofort wieder zu verlieren. Und alles waren diese Black Sun Piraten schuld. Wären sie damals nicht gewesen, wäre es nie dazu gekommen, was passiert war. Teilweise gab ich mir selber die Schuld daran, denn wenn ich gezahlt hätte, wäre sie ebenfalls noch am leben, doch diese Einsicht konnte meine Rachegelüste nicht befriedigen.

So flog ich nach Imperial City, wie Coruscant nun hieß, und schrieb mich beim Imperialen Militär ein. Man meinte zwar, dass ich mit meinen 28 Jahren ein wenig alt sei, um Rekrutiert zu werden, gab mir aber trotzdem die Möglichkeit, mich zu beweisen. Zu ihrer Überraschung, absolvierte ich jede von ihnen im Simulator gestellte Aufgabe mit Bravur und wurde daraufhin in eine Übungsstaffel versetzt. Hier lernte ich den Umgang und den Kampf mit allen grundlegenden TIE Jägern. Danach teilte man die Staffel, in der ich war, dazu ein, einen Konvoi von Coruscant, nach Kessel zu bringen. Worum oder um wen es sich handelte, wurde uns nicht gesagt. Wir waren Piloten und das ging uns einfach nichts an, nicht das einer gefragt hätte. Meinen YT-1300 ließ ich also auf Coruscant zurück. Ich hatte beim Militär HQ per Antrag um eine Erlaubnis gebeten, den alten Frachter behalten zu dürfen, da er meinen Einzigen Besitz darstellte. Großzügigerweise wurde der Antrag genehmigt mit der Bedingung dass ich einen Teil meines Soldes für die Unterbringung des Frachters in einem Imperialem Hangar abgeben müsste und, sollte ich im Kampf fallen, würde der Frachter zum Eigentum des Imperiums werden. Auch wenn ich nicht unbedingt damit einverstanden war, blieb mir doch nichts anderes übrig als zuzustimmen. Wenn ich ihn auf einem normalen Raumhafen parken würde, könnte ich irgendwann die Kosten nicht mehr tragen oder der Frachter würde als ausgeschlachtetes Wrack enden.

So brachten wir also den Transporter nach Kessel. Unsere TIEs waren natürlich weder mit Schilden, noch mit einem Hyperantrieb bestückt, weshalb unsere Staffel aus 6 TIE Jägern und 4 TIE Abfangjägern in einem alten Dreadgnouth Transportiert wurden. Der ganze Flug war sehr ruhig, bis wir bei Kessel waren. Als wir aus dem Hyperraum kamen, wartete bereits eine Gruppe Piraten auf uns. Der Frachter, ein umgebauter Sturmtruppentransporter, begann sofort mit Ausweichmanövern, während der Dreadgnouth auf Angriffswecktor ging. In der Zwischenzeit warteten wir in unseren Jägern auf den Befehl zum Start der dann auch sehr bald kam. Die Piraten hatten sich da einiges zusammengesucht um den Transport aufzuhalten. Eine Zusammengeflickte Corollianische Corvette, zwei umgebaute YT Frachter und eine Staffel Uglys unterschiedlicher Typen. Mehr Quantität als Qualität. Doch es reichte um uns mächtig einzuheizen. Drei aus meiner Staffel schafften es nicht während die TIE Abfangjäger Staffel einen Verlust hinnehmen musste. Währenddessen kümmerte sich unser Trägerschiff um die Corvette und das Sturmschiff um die beiden YT Frachter die Dank der Turbolaser und Ionenwerfer schnell Geschichte waren.
Ich selbst schaffte es in diesem Kampf zwei Gegner zu erledigen. Den Rest schnappten sich meine Kameraden und die Abfangjäger. Den restlichen Weg nach Kessel wurden wir in ruhe gelassen. Bisher hatte ich geglaubt, dass diese Abfangjägerpiloten nur große Aufschneider waren, aber anscheinend konnten sie wirklich was. Auf dem Rückweg, ging ich zu ihnen und gratulierte zu den Abschüssen. Wir unterhielten uns über den Kampf und wer da was wie gemacht hatte und waren recht zufrieden. Dann stießen wir auf die gefallen Kameraden an.
Einer meinte schließlich, ob ich nicht Lust hätte in eine Richtige Einheit einzutreten.
Sicher, meinte ich, wer will das nicht. Er sagte mir ich sollte mich beim 802ten Jagdgeschwader bewerben, denn dort würden sie auch bald hin versetzt werden und genau das Tat ich.

Ein paar Tage später wurde ich vorgeladen und stellte mich vor. Dieser Flight Officer wIMP, wie ihn die Leute nannten, schien mir ein durchaus kompetenter Mann zu sein entschied ich für mich beim Bewerbungsgespräch. Danach stand ich noch eine Weile im Flur, vor seinem Büro und wartete. Plötzlich erschallte ein Alarm und eine Durchsage wurde mehrmals abgespielt. Er kam aus seinem Büro rausgestürmt, die letzten Teile seines Fliegerkombis anziehend und rief mir zu was ich hier Rumstehen würde, es gäbe Arbeit. So fing also mein erster Tag bei der 802ten an. Man wies mir einen der neuen TIE Avanger zu, zeigte mir in einem Crashkurs wie er zu bedienen war und schon brausten wir los…




Teil 2:
Die Zeit verging und ich machte nach und nach Karriere bei den Imperialen Streitkräften.
Eigentlich sollte ich zufrieden sein, doch meinem wahren Ziel kam ich nie näher.
Statt das wir gegen Piraten, vor allem die Black Sun, eingesetzt wurden, schickte man uns immer und immer wieder gegen die Rebellion aus. Viele meiner Kameraden fanden den Tod, viele andere wurden zu Krüppeln. Teilweise verloren wir ganze Sternenzerstörer, doch auch die Rebellen verloren ihrerseits Hunderte Leute. Vor Yavin schafften sie es sogar, die neue Superwaffe des Imperators, den Todesstern, zu vernichten. Eine Leistung die ich ihnen nicht zugetraut hätte. Doch ich nehme an, dass sie keine Wahl hatten. Wenn ich an die Gerüchte denke, die schon vorher bei den Piloten und auch den Soldaten der 181. Kursierten, hatte Commandeur Tarkin den Befehl erteilt, Alderaan mit dieser neuen Superwaffe zu vernichten, weil sie sich angeblich gegen das Imperium gestellt hat. Kurz darauf verschwanden einige Imperiale Piloten, die von Alderaan stammten. Von einigen, wie etwa Tycho Celchu, hatte ich erfahren dass sie zu den Rebellen übergelaufen waren. Andere verschwanden einfach, was mich der Überzeugung näher brachte, ebenfalls bald für meinen Abgang zu sorgen.
Die 181. hatte, nach der Zerstörung des Todessterns, den Planeten Yavin gestürmt. Leider konnten sie nicht herausfinden wo die Rebellen sich verkrochen haben. Während die Imperialen weiter suchten, erhielt ich für meine gute Arbeit einen Jäger mit Hyperdrive und Schilden und wurde einem Moff namens Krol als Leibwache abgestellt. Leider schaffte dieser es, sich den Zorn Darth Vaders zuzuziehen. Kurze Zeit später tauchte Vader Persöhnlich auf und liquidierte Krol. Zu meinem Glück war ich grade nicht auf dem Posten, das essen vom Vortag war mir nicht gut bekommen und hatte meinen Posten verlassen um den nächsten Erfrischer aufzusuchen. Als ich aus diesem wieder raus kam, stand vor mir ein Sturmtruppler und hielt mir einen Karabiner unter die Nase.
„Was machen sie hier?“
„Nach was sieht das wohl aus? Ich war aufm Pott. Und was machen sie hier?“
„So nicht Freundchen. ICH stelle hier die Fragen.“
Dann sah er meine Dienstabzeichen und hob erneut den Blaster Karabiner.
Ich reagierte schneller und schlug den Blaster zur Seite. Ein Schuss löste sich und zerschmolz einen Transplas Spiegel im Erfrischer hinter mir. Mit einem Schlag, der den Halsansatz unter dem Helm traf, betäubte ich kurz meinen Gegner und warf ihn in den Raum hinter mir. Dabei hielt ich den Blaster fest und drehte ihn aus der Hand des Sturmtrupplers.
Mit einem Knall schlug dieser mit dem Helm gegen die Rückwand und blieb bewegungslos liegen. Vom anderen Ende des Flurs näherten sich die Schritte von gepanzerten Stiefeln und mir war klar, das Heute der Tag war, an dem ich das Imperium verlassen musste, ob ich wollte oder nicht. Schnell eilte ich in die entgegen gesetzte Richtung davon und da meine Stiefel nicht gepanzert und der Boden zu meinem Glück mit Teppich belegt war, was Krol veranlasst hatte um seinem Ego zu schmeicheln, war ich nicht so deutlich zu hören.
Mir war klar dass der Hangar schwer bewacht wurde, doch es gab mehrere Geheimgänge zum persönlichen Hangar des Moffs.
Einige davon waren mir bekannt, auch wenn der Moff nichts davon wusste. Dieses Geheimnis hatte mich eine schöne Stange Geld gekostet, aber heute hatten sich diese Informationen bezahlt gemacht. Schnell erreichte ich einen Putzdroidenschrank in dem sich eine versteckte Tür befand. Durch diese gelangte ich in einen Wartungskorridor und durch diesen in den Hangar für Privatfahrzeuge.
Tja hier war ich nun, aber wie weiter. Der Planet wurde von einem Imperialen Sternenzerstörer belagert, in der Luft und im Weltraum waren Patrolien, am Boden wurde jeder Raum, jeder Bunker untersucht und wenn die Geschichten um Vader wahr waren, könnte es passieren das von diesem Stützpunkt bald nicht mal mehr der Name übrig blieb.
Als Leibwächter war ich zwar, theoretisch, immer in der nähe des Moff und bekam allerhand mit, doch manche Geschäfte blieben selbst uns Leibwächtern verborgen.
Also was nun. Anscheinend hatte noch niemand diesen geheimen Hangar untersucht, doch es war nur eine Frage der Zeit bis sie einen der Angestellten verhörten und diese Babies hier fanden. Es handelte sich dabei um 2 Tie – Avance MK II und einen Tie – Jagdbomber. In letzterem hatte der Moff gesessen während die beiden Avance für die Leibwächter gedacht waren. In der Zeit die ich nun hier war, und das waren nun 1 ½ Jahre gewesen, hatte ich mich mit allen Spezifikationen und einem grossteil der Technik vertraut gemacht, manchmal sogar mit der Schmierung von ein paar Technikern. Das ich dabei nicht erwischt worden war, war reines Glück. Terradoc und der andere Leibwächter, ein Mann namens Marko, hatten es nicht geschafft, Vaders Zorn zu entkommen, soviel war klar. Ich schlich vorsichtig zu einer Konsolenwand. Dort aktivierte ich die Türversiegelungen um die Sturmtruppen draußen zu halten. Als nächstes programmierte ich die automatischen Geschütztürme und Turbolaser neu, so dass der Sternenzerstörer vom Computer für einen Mon Calamari Kreuzer und die Tie Jäger für X-Wings gehalten wurden. Als nächstes eilte ich zu den beiden Tie Avance. In meinem eigenen baute ich ein bestimmtes Modul für die Pilotenerkennung aus, dann Programmierte ich einen Kurs der hinaus in die Atmosphäre führte und auf den Sternzerstörer zu. Der erste Jäger sollte bis in den Weltraum fliegen und beim ersten anfunken den Antrieb abschalten.
In diesem Hangar wurden auch einige Raketen und Torpedos gelagert, allerdings separat von deren Sprengköpfen. Also platzierte ich einen Sprengkopf eines Torpedos ins Cockpit und verband den Auslöser, nach dem Scharf machen, mit der Luke.
Beim anderen Avanger machte ich dasselbe, nur entfernte ich alle Sicherungen für den Hyperantrieb. Den Nav Computer programmierte ich so, dass er beim Anflug auf die Brücke auf Hyperdrive Geschwindigkeit ging. Ins Cockpit von diesem platzierte ich einen Ionentorpedosprengkopf und machte ihn scharf. Ich hoffte dass die Ionenexplosion die Sensoren weitgehend blenden würde um mir dass Entkommen zu ermöglichen.
Als letztes eilte ich zum Tie – Jagdbomber und tauschte die Pilotenkennungsplatinen aus.
Ich war grade dabei aus dem Jäger zu steigen um eine Pilotenkombie anzuziehen, als vom Schott der Klang einer schweren Blasterkanone ertönte. Das Schott war zwar dafür konstruiert, solchen belastungen stand zu halten, doch plötzlich verstummte das Blasterfeuer und ein zischen war zu hören. Kurz darauf konnte ich einen weißen Punkt in der Mitte erkennen und mir war klar, dass Lord Vader persönlich hier war als die Spitze eines Laserschwertes durch die Panzerung brach. Mir bleib also keine andere Wahl. Ich schloss die Luke meines gekaperten Jägers, beeilte mich beim hochfahren und drückte den Knopf an der Komkonsole, der das Hangartor öffnete. Gleichzeitig ging der Luftalarm los und die Geschütze fingen an zu feuern. Die beiden Avanger starteten zeitgleich mit mir und wir verließen auch zusammen die Atmosphäre.
Wie ich erwartet hatte, war ein Sternenzerstörer über dem Planeten. Was ich nicht erwartet hatte war, dass es sich um einen Sternenzerstörer der Superlasse handelte!
Im ersten Moment war ich geschockt, dann übernahmen die Reflexe mein Handeln.
Meine Begleitschiffe folgten ihrer Programmierung während ich versuchte den Planeten zwischen mich und diesem Ungetüm zu bringen. Beide wurden vernichtet bevor sie nahe genug heran waren um ihr Ziel zu erreichen, doch die Explosion der Ionenbombe erfüllte ihren Zweck. Allerdings startete eine Staffel Tie Abfangjäger um mich zu erledigen. Zum glück waren sie keine wirklichen Gegner für den Jagdbomber, doch ich hatte nicht vor gegen sie zu kämpfen. Zum einen weil es sich um ehemalige Kollegen von mir handeln konnte, zum anderen weil ich mit diesem Jäger was anderes Vorhatte als ihn in einen Kampf zu beschädigen. Ich hatte mir vorher noch keine Gedanken gemacht wohin ich wollte, fest stand nur weg von hier. Als die Jäger immer näher kamen, hatte ich nicht die Zeit den Navcomputer zu programmieren. Das einzige was mir blieb, war einen blinden Sprung zu wagen.
Sobald das Schwerefeld des Planeten hinter mir war, aktivierte ich den Sprungantrieb für grade mal 2 Sekunden und hatte glück. Ich war grade so außerhalb des Systems wieder in den Normalraum zurückgekommen und war dabei nicht gestorben. Nun hatte ich etwas Zeit und programmierte einen Kurs der mich von Ord Mantel nach Tatooine und von da über Kessel nach Y'toub brachte. Vom Sprungpunkt würde ich weiter nach Nar Shaddaa fliegen und diesen Jäger auf dem Schwarzmarkt verkaufen. Danach könnte ich mir in ruhe überlegen was ich machen will. Ich hatte den Sprung in den Hyperraum grade ausgelöst, als meine Sensoren das Auftauchen einer großen Masse in der nähe orteten. Es war der SSD, doch zu weit weg als das der mir noch gefährlich werden konnte.
Auch wenn die Outerrims nicht grade das sicherste Gebiet waren um mit einem einzelnen, dazu noch Imperialen Jäger durch zu fliegen, kam ich ohne größere Zwischenfälle bis zum Schmugglermond. Hier konnte man alles machen, die Kennungen von Jägern ändern, alles Umbauen lassen was einem nicht gefiel, Schmugglerverschläge einbauen, Schiffstuning usw.
UND, man konnte dort sein Schiff verkaufen.
Vielen war die Ware die ich anzubieten hatte zu heiß. So viele dieser Jäger gab es schließlich noch nicht. Also ging ich zu einem der Hutten und unterbreitete ihm ein Angebot. Natürlich war dieser ehr daran interessiert, das Schiff zu bekommen, ohne mir Geld dafür zu geben.
Also schnappte ich mir meinen Jäger und flog direkt nach Nal Hutta, dem derzeitigen Heimatplaneten der Hutts. Dort wurde mein Jäger vom derzeitigen Anführer der Hutten, wenn man dass so nennen kann, requiriert und ich zu ihm gebracht.
Mit einer tiefen rumpelnden Stimme sprach er zu mir.
„Was bringt einen Imperialen Piloten hierher nach Nal Hutta?“
„Geschäfte. Ich möchte euch diesen Jäger verkaufen.“
„Hohohohoho. Was sollte mich daran hindern, ihn dir einfach zu nehmen. Du bist hier auf meinem Planeten und alles was dort drauf ist gehört mir!“
„Dann schlage ich euch ein anderes Geschäft vor. Ihr bekommt meinen Jäger, und stellt mich in eure Dienste. Ich bin ein ausgezeichneter Pilot, kenne so ziemlich jedes Schiff der Imperialen und einige der Rebellen und kann sie ohne Probleme fliegen.“
„Hmmmmm…“
Anscheinend überlegte der Hutt, sein Name war GKar, über das Angebot nach. Es schien ihn irgendwas zu stören. Mein Angebot schien für ihn nur vorteile zu haben egal wie man es drehte und wendete.
„Wir werden dich prüfen. Wir geben dir einen alten Frachter. Auf Kessel wirst du eine Ladung Spice und Glittstim abholen und für uns zu einem Schwarzmarkthändler auf Naboo bringen. Gelingt dir dies, und kehrst du heil hierher zurück, werde ich dich in meine Dienste aufnehmen. Dein Jäger bleibt als Pfand hier. Alles Weitere werden wir besprechen, falls du es schaffst zurückzukehren. Das Geld was du für die Ware einnimmst, wird direkt auf ein spezielles Konto überwiesen. Du wirst lediglich das Geld erhalten was du für die Ausgaben benötigst, um wieder starten zu können um hierher zu fliegen. Solltest du allerdings versagen oder versuchen mich zu betrügen, wird kein Knast der Galaxis sicher genug für dich sein.“
Das war mir auch schon klar gewesen, als ich diesen Deal vorgeschlagen hatte.
„Ich bin einverstanden.“ Was blieb mir auch anderes übrig.
„Gut. Einer meiner Untergebenen wird dir neue Papiere geben die zum letzten Eigentümer des Schiffes gehörten. Sie werden auf dich angeglichen. Damit solltest du ohne größere Probleme nach Naboo kommen.“
Ich entschied mich besser nicht zu fragen was aus diesem geworden war.
Man führte mich ab und zu meinem neuen Schiff.
Ich bekam einen alten YT-1300 mit einem Geschützturm. Das Schiff hatte auch schon mal bessere Tage gesehen, doch im Weltraum und auf dem Flug zum Kesselsprungpunkt, überkam mich kurz ein Gefühl von Heimweh. Auf Coruscant stand immer noch mein eigener YT-1300 und war bestimmt schon an einen neuen Eigentümer verkauft worden.
In einem Spind fand ich neue Kleidung, die mir grade so passte. Meine alten Klamotten verschwanden im Müllschlucker.
Auf Kessel angekommen landete ich auf diesem “Planeten“, diesem Atmosphärenlosen Felsen wo die Imperialen eine Sträflingskolonie unterhielten um Glitstimm abzubauen.
Zum Glück gab es auch mehrere Schmugglerstationen wo illegal Glitstimm und Spice abgebaut und verkauft wurde. An eine dieser Stationen nahm ich meine Ladung entgegen und flog schnell wieder ins All. Normalerweise hätte ich Außen um die Ballung schwarzer Löcher herum fliegen müssen, doch diese Route wurde vom Imperium oft überwacht. Also musste ich einen anderen Weg nehmen, einen etwas knapperen als ihn die Imperialen für gewöhnlich flogen. An einem Punkt führte diese Route zwischen dem Rand eines im Nebel verborgenem schwarzen Loches und der Sonne durch einen schmalen Korridor, den jeder der nicht über einen sehr schnellen Reiseantrieb und dem gebürtigem Quäntchen Wahnsinn verfügte, niemals fliegen würde. Tatsächlich hatte ich unterwegs zwei Schatten. Zwei Imperiale Patrolienjäger folgten mir auf meinem Weg. Mein Schiff war zwar bewaffnet, aber die würden einfach aus meinem toten Bereich angreifen und mich in stücke blasen, also ließ ich sie wo sie waren. Zum Glück für mich konnten sie nicht feuern solange sie auf Reiseantrieb waren. Diese Jäger verfügten nur über schwache Schilde und waren nicht leistungsstark genug, der Anziehungskraft einer Sonne oder eines Schwarzen Loches zu widerstehen. Ich flog in den „Schmugglerkorridor“ und sie mir hinterher. Ich reduzierte die Leistung meines Reisetriebwerkes ein wenig und ließ es zu das sie mich überholten. Vor mir war die Schmalste stelle des Korridors den nur die Schmuggler und die erfahrensten Imperialen Piloten kannten und wie es aussah waren diese beiden nicht sehr erfahren. Leider gab es keine Chance dass sie aus diesem Fehler noch etwas lernen konnten. Der Jäger der näher am Nebel war zog zu mir herum konnte aber nicht zu mir zurück fliegen und verschwand in diesem. Der andere wurde Langsamer und drehte auf der Stelle, stieß aber mit einer Flügelkannte an meinen Schild als ich vorbei flog und wirbelte auf die Sonne zu. Eine Sonneneruption beendete seine Existenz in die sein Jäger hineingeschleudert war, bevor er den Jäger wieder stabilisieren konnte. Der Rest des Fluges verlief recht ruhig. Im Tatooine System allerdings traf ich auf einen Jäger und einen bewaffneten Frachter der Black Sun die am Sprungpunkt wartete.
Ich schaltete die Kommanlage ein.
„Ah Frischfleisch.“
„Warte. Die Kennung ist jene nach der wir Ausschau halten sollten. Das ist der Lieferant für Naboo.“
„Und? Was hindert uns daran ihn auszunehmen?“
„Willst du dich mit den Hutts anlegen?“
Vom Jäger kam eine längere Pause.
„Nein nicht wirklich. Anfliegender YT-1300, wir sind ihre Begleitung bis zum Naboo Sprungpunkt. Wir werden dafür sorgen, dass sie es heil durch dieses System, schaffen und die anderen Piraten, Imperiale und was sich hier sonst noch so rum treibt, in ruhe lassen.
Gehen sie mit uns in Formation und bewahren sie Funkstille.“
„Verstanden.“ Funkte ich nur zurück und tat wie mir geheißen.
Der Sprungpunkt zu Naboo lag direkt auf der anderen Seite des Systems.
Auf dem Flug begegneten wir tatsächlich diversen zwielichtigen Leuten, aber da ich unter dem Schutz der BS stand, wagte es niemand uns anzugreifen. Bis zum Sprungpunkt nach Naboo. Dort warteten zwei Imperiale Jäger und ein Frachter der das Sprungloch Blockierte.
„Verdammt. Okay YT, wir kümmern uns um die Imps und wenn die Luft rein genug ist, flieg so schnell hin wie du kannst und spring. In Naboo können wir dir nicht helfen, da bist du auf dich allein gestellt. Wenn du Glück hast, kämpfen die gegen die Reste der Handelsföderation.
Ja die gibt’s immer noch, auch wenn das Imperium sie arg dezimiert hat. So genug gelabert, viel Glück.“
Der Formationsflug wurde unterbrochen und beide Black Sun schiffe flogen voraus.
Der Jäger hielt direkt auf den Frachter zu und spickten ihn mit ein paar wohl gezielten Raketen bevor er schnell abdrehte und davon flog, die Imperialen Jäger im Nacken. Der BS Frachter brachte dem anderen dann nur noch den Todesstoß und folge dann seinem Kameraden.
Zu der Zeit war ich schon im Anflug auf die Sprungkoordinaten und sprang aus dem System.

In Naboo angekommen, stellte ich fest dass mich der Austritt aus dem Hyperraum in einen Nebel geführt hatte. Zum Glück für mich wurde dieser Eintrittspunkt grade nicht bewacht.
Ich rief also die Navdaten auf und aktivierte den Reiseantrieb. Von Achtern hörte ich ein rumpeln das mir gar nicht gefiel. Während der Autopilot mich nach Naboo brachte, kontrollierte ich was das gewesen war.
Mit gezücktem Blaster schlich ich in den Maschinenraum, doch was ich gehört hatte, war kein Lebewesen oder Android. Irgendetwas hatte mein Schiff getroffen kurz bevor ich in den Hyperraum gegangen war und hatte meinen Antrieb beschädigt. Das Scheppern war lediglich das Signal, das dieser Teil des Antriebes endgültig den Geist aufgegeben hatte. Ich saß hier also erstmal fest.
Bevor ich den Raum verließ, deaktivierte ich als Stromzuführungen zum Hyperantrieb und ging zur Technikkonsole im Passagierbereich. Von dort ließ ich ein Diagnoseprogramm durchlaufen bevor es zurück ins Cockpit ging.
Als die Entfernung vom Planeten die 10 Klicks Marke erreicht hatte, schaltete ich den kompletten Antrieb ab, ohne abzubremsen. Ein alter Trick den ich mal von einem Schmuggler gelernt hatte, der so eine Imperiale Kontrolle durchbrochen hatte. Tatsächlich war der Anflugvektor bewacht, doch ich war zu schnell um gescannt zu werden. So schnell ich konnte, schaltete ich den YT auf Landemodus und landete in einem Hafen bei Theed, der Hauptstadt von Naboo. Hier sollte mich mein Kontaktmann in einer Bar treffen um alles in die Wege zu leiten. Doch dieser kam nicht. Stattdessen tauchten ein paar Naboopolizisten in der Bar auf. Da ich mich aber an den Tresen gesetzt hatte, statt in die Sitzecke in der das Treffen stattfinden sollte und mich völlig unbeteiligt gab, übersahen mich die Beamten.
Mein Frachter war beschlagnahmt worden, vorerst. Sie würden das Spice nicht so schnell finden, dafür hatte ich bereits gesorgt. Das Schiff war Clean, die Container weg.
Ich hörte mich ein bisschen um und wechselte ein paar Credits mit diversen Leuten bis ich Herausbekommen hatte, wo ich jemand bestimmten finden konnte.
Ich verkaufte ihm das Spice und das Glitstimm und handelte sogar noch eine kleine Prämie aus. Dies passte ihm zwar gar nicht, aber für das Zeug konnte er noch einiges bekommen.
Das meiste Geld überwies ich auf die Kontodaten die mir der Hutt gegeben hatte, die Prämie behielt ich aber. Davon besorgte ich mir die Ersatzteile die ich für den Hyperantrieb brauchte und schmierte einen Naboo Beamten damit mein Schiff eine Starterlaubnis bekam. Einfach war es nicht, doch nach nur 3 Tagen, war ich wieder im Weltraum und 5 Tage Später auf Nal Hutta.
„Gut, Gut. Ich bin zufrieden mit dir. Trotz der kleineren Probleme mit dem Kontaktmann hast du die Waren an den richtigen Mann gebracht und darüber hinaus auch noch genug für dich selbst erwirtschaftet um deine Schäden zu beheben und wieder starten zu können.“
„Ihr hattet mir nicht verboten mehr auszuhandeln als dass, was ihr davon bekommen solltet.“
„Hohohohoho. Du gefällst mir, du bist ein guter Geschäftsmann. Nun gut, versprochen ist versprochen.“ Er winkte einem seiner Untergebenen zu und dieser brachte mir einen Vertrag.
„Dies ist ein Pilotenvertrag der dich fest in meine Dienste stellt. Zuerst wirst du für uns als Händler und Schmuggler arbeiten, dies scheint dir ja zu liegen.“
Tatsächlich hatte ich mich seit mehreren Jahren nicht mehr als Händler betätigt.
„Außerdem bekommst du einen Bonus aus dem Gewinn den ich für den Verkauf des Imperialen Jägers bekommen habe. Ich überlasse dir 1/4tel der Summe, das sind rund 500.000 Credits.“
Ich war ziemlich verstimmt, lies es mir aber nicht anmerken. Ich wusste das der Jäger mehr wert war als schlappe 2 Millionen Credits, aber das sagte ich nicht.
„Außerdem werde ich dir den YT-1300 überlassen. Ich gebe dir eine Adresse auf Nar Shaddaa. Dort kannst du ihn reparieren, nach deinen Vorstellungen Umbauen lassen oder verkaufen und dir ein neues Gefährt besorgen. Der Händler der dort seine Werkstatt hat, schuldet mir noch Geld. Sag ihm dass die Schulden damit abgeglichen sind, auslangsweise. Gib ihm diesen Datenblock, das sollte reichen.“
Der Untergebene gab mir einen kleinen Datenblock.
„Ich danke euch, Lord GKar.“
Auf Nar Shaddaa ließ ich den YT komplett überholen, lies die neusten Schild und Sensortechnik einbauen die ich bekommen konnte und sogar einen besseren Reaktor. Zwei weitere Vierlinkskanonen vervollständigten das Arsenal.
Auf dem Rückweg nach Tatooine, wo mein neuer Auftraggeber auf mich wartete, hielt ich noch mal auf Kessel. Einer der Schmuggler verkaufte eine alte Firespray. Ein Schiff was mit vorliebe von Kopfgeldjägern wie dem Berüchtigten und gefürchteten Boba Fett geflogen wurde. Der Verkäufer meinte, der Vorbesitzer hätte keinen Bedarf mehr an diesem Gefährt. Ich handelte eine weile mit ihm und kaufte ihm den Jäger schließlich ab. Der Transport würde etwas schwer werden. Ich koppelte die Firespray an meinen YT und flog diesmal die Händlerroute zurück nach Tatooine. Diesmal ließen mich die Imperialen Gott sei dank in Ruhe. Auf Tatooine erfuhr ich später, dass alle Imperialen dieser Sektoren nach Hoth abkommandiert worden waren. Angeblich um einen Stützpunkt der Rebellen zu zerstören und Überlebende zu jagen. Mir war es ganz recht so. Dass ich in Kessel verdammtes Glück gehabt hatte, wurde mir klar, als ein anderer Schmuggler aus diesem System an die Station für Kapitale Schiffe im Orbit von Tatooine Dockte. Auf Kessel hatte kurz nach meiner Abreise ein Putsch stattgefunden und die Gefangenen hatten versucht, die Kontrolle über die Anlagen zu übernehmen. Als die ersten Gefangenen dann versucht hatten zu fliehen, haben die Jäger und Bomber jedes Schiff das von Kessel gestartet war angegriffen und zerstört. Danach waren Kontingente an Sturmtruppen gelandet und hatten über die Hälfte der Gefangenen eiskalt niedergeschossen und die Anführer wurden hingerichtet. Der Rest wurde in die Tiefsten Minen gesteckt die man finden konnte. Der Schmuggler war einer der wenigen die den Anflug auf Kessel früh genug abgebrochen hatte, denn nachdem die Revolte beendet war, hat man den Planeten von allen Schmugglernestern gesäubert die man finden konnte.
Soviel also zum Glitstimm Schmuggel, dachte ich. Blieb nur noch das Spice, doch um an dieses ranzukommen, brauchte man Credits und diese waren mir grade ausgegangen.
Es dauerte fast ein weiteres Jahr, bevor ich mit Aufträgen und Schmuggel einen gewissen Lebensstil erreicht hatte. Mein Konto war gut gefüllt und das ich für die Hutten arbeitete, brachte gewisse Vorteile.
Eines Tages in einer Bar auf Tatooine, erhielt ich eine Nachricht von GKar, ich solle mich sofort bei ihm auf Nar Shadaa melden, am besten persönlich.
Erst war mir ein wenig Bange, schließlich hatte ich schon lange nichts mehr von ihm gehört, weder gutes noch schlechtes. Ich entschied mich in der Firespray zu fliegen, diese war um einiges schneller als mein Frachter und dazu noch besser bewaffnet. Als ich die Kantina verlassen wollte, fielen mir ein paar Leute an einem der Tische auf. Sie waren anscheinend Piloten und darüber hinaus ziemlich betrunken. Ich hörte ihnen eine weile zu und fand heraus das sie von den Black Sun waren. Was ich allerdings erfuhr, ließ es mir kalt den Rücken runter laufen.
„Man Joe, weist du noch damals in Corellia? Der Typ von dem du die Bude und das Shuttle in die Luft gejagt hast? Der hatte mal ne geile Braut gehabt.“
„Joh, die war toll, vor allem im Bett. So was findet man heute nicht mehr so leicht. Die war erste Sahne.“
„Was ist eigentlich aus deren Kind geworden?“
„Keine Ahnung, das haben wir irgendwo abgegeben. Glaube in einem Krankenhaus auf Talus. War ein Mädchen, glaub ich.“
„Bist du blöd? Das waren Zwillinge. Und die haben wir auf Tralus abgesetzt.“
„Kann sein, weis ich nicht mehr…“
Mehr wollte ich nicht hören. Meine Frau war vielleicht Tod, aber meine Kinder lebten noch. Sie lebten!
Ich war so angewidert von diesen Kerlen. Nicht nur das sie mein Leben ruiniert hatten, sie hatten auch noch meine Frau vergewaltigt und dann an Jabba verkauft wo sie nie angekommen war.
Ich zog meinen Blaster und schoss sie so schnell über den Haufen, dass niemand von denen eine Chance auf Gegenwehr hatte. Dann verschwand ich bevor irgendwer Fragen stellen konnte und flog nach Nal Hutta.
Wie gesagt, hier ist Ende.
Wenn sie euch gefallen hat, könnt ihr hier gerne eure Comments hinterlassen.
Ich werde mal schauen, ob ich noch ein paar alte Geschichten von mir finde und sie hier posten.
Vielleicht finde ich beim nach bearbeiten und erneutem durchlesen der alten Geschichten ja auch meine Muse wieder, wie man so schön sagt, und kann an irgendwas weiter schreiben.
Bis dahin, manne liest sich. ;-)
The Bird of Hermes is my Name,
eat my Wings to make me tame.

Antworten