Divinity 2 Flames of Vengeance (Addon)
Verfasst: Mi 4. Aug 2010, 14:30
INFO für alle, die es interessiert ...
Divinity 2 - Flames of Vengeance
Das Happy-End-Addon
Mit der Erweiterung Flames of Vengeance gibt’s endlich das in Divinity 2 schmerzliche vermisste Happy End. Und massig unterhaltsame Quests obendrauf.
Für die skrupellose Hexe Ursula sind Männer nur besseres Gemüse. Deswegen scheut sich die Dame auch nicht, lästige Herren in genau solches zu verwandeln. Hänsel würde seine Nachbarin Gretel gerne näher kennen lernen (wahrscheinlich im Wald), aber Gretels Mann hat entschieden was dagegen. Und im örtlichen Schauspielhaus führt ein Haufen untalentierter Geister seit gefühlten Jahren immer das gleiche lausige Stück über eine - öhm - Geisterbeschwörung auf. Ja, Aleroth könnte ein gar lustiges Fleckchen sein, wären da nicht des Oberbösewichts Damian fliegenden Festungen, die dauernd lärmende Geschosse auf den magischen Schutzwall der Stadt feuern. Der Zauberer Zandalor kann die Barriere nicht mehr lange aufrechterhalten. Also muss ein wahrer Held ran. Ein Held, der sein Können schon in den Abenteuern von Divinity 2: Ego Draconis unter Beweis gestellt hat.
Aber halt! Wie soll das gehen? Gab’s da nicht am Ende … nein, keine Sorge, wir werden Ihnen an dieser Stelle das Finale des Rollenspiels von 2009 nicht auf die Nase binden. Vielleicht haben Sie es noch nicht erlebt. Eines müssen wir Ihnen an dieser Stelle dann doch mit auf den Weg durch den Test des Addons Flames of Vengeance geben: Das Ende von Divinity 2 war etwas ungewöhnlich. Manche Menschen würden sogar so weit gehen, es als reichlich blöd zu bezeichnen. Mit der Erweiterung Flames of Vengeance will der belgische Entwickler Larian das wiedergutmachen. Und siehe da, es funktioniert!
Der Weg ins Addon
Vor den Spaß haben die Entwickler die Arbeit gesetzt. Oder anders: Bevor Sie sich mit Ihrem Recken aus Divinity 2 in die Abenteuer von Flames of Vengeance stürzen dürfen, müssen Sie sich im Zweifelsfall erst mal dort hinkloppen. Divinity 2 legt am Ende nicht automatisch einen Speicherstand an, mit dem Sie dann gleich weitermachen können. Unser letztes Savegame des Hauptspiels lag etwa eine halbe Stunde vor dem Finale. Von da ging’s für uns dann noch mal in den Endkampf und erst dann ins Addon. Wer allerdings keine Lust auf erneutes Prügeln hat, kann auch direkt loslegen und sich einen neuen Helden zusammenbasteln. Der startet dann auf Stufe 35 in die Erweiterung.
Der Auftakt
Ihr Held schlägt auf dem Marktplatz von Aleroth auf. Wie das möglich ist, werden wir an dieser Stelle nicht preisgeben. Vergleichsweise nackt, also ohne gescheite Rüstung und Waffen, sondern nur in einen dünnen Lederfummel gehüllt, steht er da und soll die Welt retten. Der Entwickler Larian ist jedoch so nett und hat Ihrem Alter Ego 45.000 Goldmünzen in die Taschen gestopft. Damit können Sie sich für die ersten Aufträge gut ausstatten. Wer nicht nur Geld, sondern wie schon im Hauptspiel auch Erfahrungspunkte ins Gedankenlesen investiert, kann die Preise bei Klamotten- und Klingenhändlern drücken. Weil Sie zu Beginn noch keine Erfahrungspunkte haben, werden die durchs Gedankenlesen verbratenen als Schulden in Ihrem Heldenbildschirm vermerkt und durch erfolgreich bestandene Quests und erledigte Gegner getilgt.
Die Quests
Getreu dem alten Rollenspielgesetz, dass es irgendwo immer noch einen mächtigeren Zauberer gibt, ist es Ihre Aufgabe in Flames of Vengeance, eben jenen tief in den Katakomben von Aleroth aufzuspüren. Der mächtige Zauberer verfügt nämlich über das Allheilmittel gegen Damian und seine fliegenden Festungen. Ein weiteres altes Rollenspielgesetz schreibt vor, dass sowas nicht einfach mit einem Abstieg in die Gewölbe und einer netten Frage getan ist. Zwischen dem Auftakt und dem Aufspüren des Magiers Behrlihn (ja, Sie lesen richtig) liegen einige teils recht lange Hauptquests und zahlreiche optionale Aufgaben. Dreißig Aufträge hat Larian ins vergleichsweise kleine Aleroth gepackt. Die finden Sie mal im Vorbeilaufen, mal ergeben sich aus anfänglich kleineren Abenteuern weitere und zuweilen weitaus kompliziertere. So sollen Sie etwa im Auftrag einer attraktiven Freudenhausbesitzerin einige Morde untersuchen, die nächtens in den Zimmern des Etablissements begangen wurden. In den ersten beiden Räumen finden Sie die übel zugerichteten Überreste einiger alter Bekannter aus dem Hauptspiel (und ein Schwein). Das dritte Zimmer hingegen wird von zwei Soldaten bewacht. Man lässt Sie nicht passieren, weil die Familientradition des Opfers es will, dass der Tote in Ruhe einbalsamiert wird. Also müssen Sie sich was einfallen lassen, wenn Sie einen Blick auf die Leiche werfen wollen. In einer anderen Quest sollen Sie das Manuskript eines Theaterstücks aufspüren, um schließlich selber eine Rolle zu übernehmen. Doch wer als männlicher Held unterwegs ist, wird mit der Bemerkung fortgeschickt, er habe das falsche Geschlecht. Also ab zur Wandlung, entweder per Teleport in Ihren Drachenturm oder zu Madame Chanelle, der Stilberaterin und Parfümeurin von Aleroth.
Das Drachenleben
Apropos Drachenturm: Zwar sind Sie im Addon Flames of Vengeance noch immer der Herrscher über den riesigen Bau sowie seine Bewohner (Nekromant, Bezauberer, Alchemist, Trainer und Sammler) und somit theoretisch in der Lage, sich in einen fliegenden Feuerspeier zu verwandeln, aber in Aleroth ist Ihnen das nicht gestattet. Hinaus in die Orobasfjorde des Hauptspiels geht’s auch nicht. Der Teleportstein im Drachenturm ist schlicht kaputt. Nur gegen Ende des Addons müssen Sie sich in die fantastische Riesenechse verwandeln und … ach nein, das müssen Sie schon selbst herausfinden.
Grafik und Sound
Der Entwickler Larian hat nicht nur einen Haufen gewohnt spaßiger und augenzwinkernder Quests in Divinity 2: Flames of Vengeance gepackt, sondern auch eine etwas schickere Grafik. Die Farben wirken satter, manchmal gibt’s sogar schöne Shader- und HDR-Effekte zu sehen. Das hat allerdings seinen Preis. Wenn Sie mit einer mittelschnellen Grafikkarte die Optionen hochdrehen, kann es an einigen Stellen arg ruckeln, etwa im Drachenturm. Akkustisch bleibt Flames of Vengeance dem Hauptspiel treu. Ihre Abenteuer sind mit stets passender und abwechslungsreicher Musik unterlegt, und die Vertoner-Riege hat wieder eine exzellente Arbeit abgeliefert. Einziger Wermutstropfen dabei: Manche Stimmen werden Sie dann doch etwas zu oft in unterschiedlichen Rollen hören, auch wenn sich die Sprecher stets um eine andere Tonlage bemüht haben. Aber das Dauergrinsen, das Ihnen die Gespräche, die teils absurden Gestalten und die teils herrlich verqueren Aufträge aufs Gesicht zaubern dürften, sollten dieses kleine Manko eigentlich wieder wettmachen. Und das gelungene Happy End von Flames of Vengeance dürfte Sie dann auch mit dem ungewöhnlichen Finale des Hauptspiels versöhnen.
Fazit der GameStar
Flames of Vengeance ist wie schon das Hauptspiel ein prächtiger, augenzwinkernder Spaß. Das Addon verzichtet dabei auf Storyfehler und größtenteils auf das schnell ermüdende Drachendasein, sondern packt das vergleichsweise kleine und überschaubare Areal von Aleroth voll mit gewohnt bekloppten Gestalten und motivierenden Aufträgen. Flames of Vengeance ist sozusagen ein komprimiertes Divinity 2: Ego Draconis. Wer das mochte, kann bedenkenlos zugreifen.
Quelle: http://www.gamestar.de
Gruss
Mr.Gnom
Divinity 2 - Flames of Vengeance
Das Happy-End-Addon
Mit der Erweiterung Flames of Vengeance gibt’s endlich das in Divinity 2 schmerzliche vermisste Happy End. Und massig unterhaltsame Quests obendrauf.
Für die skrupellose Hexe Ursula sind Männer nur besseres Gemüse. Deswegen scheut sich die Dame auch nicht, lästige Herren in genau solches zu verwandeln. Hänsel würde seine Nachbarin Gretel gerne näher kennen lernen (wahrscheinlich im Wald), aber Gretels Mann hat entschieden was dagegen. Und im örtlichen Schauspielhaus führt ein Haufen untalentierter Geister seit gefühlten Jahren immer das gleiche lausige Stück über eine - öhm - Geisterbeschwörung auf. Ja, Aleroth könnte ein gar lustiges Fleckchen sein, wären da nicht des Oberbösewichts Damian fliegenden Festungen, die dauernd lärmende Geschosse auf den magischen Schutzwall der Stadt feuern. Der Zauberer Zandalor kann die Barriere nicht mehr lange aufrechterhalten. Also muss ein wahrer Held ran. Ein Held, der sein Können schon in den Abenteuern von Divinity 2: Ego Draconis unter Beweis gestellt hat.
Aber halt! Wie soll das gehen? Gab’s da nicht am Ende … nein, keine Sorge, wir werden Ihnen an dieser Stelle das Finale des Rollenspiels von 2009 nicht auf die Nase binden. Vielleicht haben Sie es noch nicht erlebt. Eines müssen wir Ihnen an dieser Stelle dann doch mit auf den Weg durch den Test des Addons Flames of Vengeance geben: Das Ende von Divinity 2 war etwas ungewöhnlich. Manche Menschen würden sogar so weit gehen, es als reichlich blöd zu bezeichnen. Mit der Erweiterung Flames of Vengeance will der belgische Entwickler Larian das wiedergutmachen. Und siehe da, es funktioniert!
Der Weg ins Addon
Vor den Spaß haben die Entwickler die Arbeit gesetzt. Oder anders: Bevor Sie sich mit Ihrem Recken aus Divinity 2 in die Abenteuer von Flames of Vengeance stürzen dürfen, müssen Sie sich im Zweifelsfall erst mal dort hinkloppen. Divinity 2 legt am Ende nicht automatisch einen Speicherstand an, mit dem Sie dann gleich weitermachen können. Unser letztes Savegame des Hauptspiels lag etwa eine halbe Stunde vor dem Finale. Von da ging’s für uns dann noch mal in den Endkampf und erst dann ins Addon. Wer allerdings keine Lust auf erneutes Prügeln hat, kann auch direkt loslegen und sich einen neuen Helden zusammenbasteln. Der startet dann auf Stufe 35 in die Erweiterung.
Der Auftakt
Ihr Held schlägt auf dem Marktplatz von Aleroth auf. Wie das möglich ist, werden wir an dieser Stelle nicht preisgeben. Vergleichsweise nackt, also ohne gescheite Rüstung und Waffen, sondern nur in einen dünnen Lederfummel gehüllt, steht er da und soll die Welt retten. Der Entwickler Larian ist jedoch so nett und hat Ihrem Alter Ego 45.000 Goldmünzen in die Taschen gestopft. Damit können Sie sich für die ersten Aufträge gut ausstatten. Wer nicht nur Geld, sondern wie schon im Hauptspiel auch Erfahrungspunkte ins Gedankenlesen investiert, kann die Preise bei Klamotten- und Klingenhändlern drücken. Weil Sie zu Beginn noch keine Erfahrungspunkte haben, werden die durchs Gedankenlesen verbratenen als Schulden in Ihrem Heldenbildschirm vermerkt und durch erfolgreich bestandene Quests und erledigte Gegner getilgt.
Die Quests
Getreu dem alten Rollenspielgesetz, dass es irgendwo immer noch einen mächtigeren Zauberer gibt, ist es Ihre Aufgabe in Flames of Vengeance, eben jenen tief in den Katakomben von Aleroth aufzuspüren. Der mächtige Zauberer verfügt nämlich über das Allheilmittel gegen Damian und seine fliegenden Festungen. Ein weiteres altes Rollenspielgesetz schreibt vor, dass sowas nicht einfach mit einem Abstieg in die Gewölbe und einer netten Frage getan ist. Zwischen dem Auftakt und dem Aufspüren des Magiers Behrlihn (ja, Sie lesen richtig) liegen einige teils recht lange Hauptquests und zahlreiche optionale Aufgaben. Dreißig Aufträge hat Larian ins vergleichsweise kleine Aleroth gepackt. Die finden Sie mal im Vorbeilaufen, mal ergeben sich aus anfänglich kleineren Abenteuern weitere und zuweilen weitaus kompliziertere. So sollen Sie etwa im Auftrag einer attraktiven Freudenhausbesitzerin einige Morde untersuchen, die nächtens in den Zimmern des Etablissements begangen wurden. In den ersten beiden Räumen finden Sie die übel zugerichteten Überreste einiger alter Bekannter aus dem Hauptspiel (und ein Schwein). Das dritte Zimmer hingegen wird von zwei Soldaten bewacht. Man lässt Sie nicht passieren, weil die Familientradition des Opfers es will, dass der Tote in Ruhe einbalsamiert wird. Also müssen Sie sich was einfallen lassen, wenn Sie einen Blick auf die Leiche werfen wollen. In einer anderen Quest sollen Sie das Manuskript eines Theaterstücks aufspüren, um schließlich selber eine Rolle zu übernehmen. Doch wer als männlicher Held unterwegs ist, wird mit der Bemerkung fortgeschickt, er habe das falsche Geschlecht. Also ab zur Wandlung, entweder per Teleport in Ihren Drachenturm oder zu Madame Chanelle, der Stilberaterin und Parfümeurin von Aleroth.
Das Drachenleben
Apropos Drachenturm: Zwar sind Sie im Addon Flames of Vengeance noch immer der Herrscher über den riesigen Bau sowie seine Bewohner (Nekromant, Bezauberer, Alchemist, Trainer und Sammler) und somit theoretisch in der Lage, sich in einen fliegenden Feuerspeier zu verwandeln, aber in Aleroth ist Ihnen das nicht gestattet. Hinaus in die Orobasfjorde des Hauptspiels geht’s auch nicht. Der Teleportstein im Drachenturm ist schlicht kaputt. Nur gegen Ende des Addons müssen Sie sich in die fantastische Riesenechse verwandeln und … ach nein, das müssen Sie schon selbst herausfinden.
Grafik und Sound
Der Entwickler Larian hat nicht nur einen Haufen gewohnt spaßiger und augenzwinkernder Quests in Divinity 2: Flames of Vengeance gepackt, sondern auch eine etwas schickere Grafik. Die Farben wirken satter, manchmal gibt’s sogar schöne Shader- und HDR-Effekte zu sehen. Das hat allerdings seinen Preis. Wenn Sie mit einer mittelschnellen Grafikkarte die Optionen hochdrehen, kann es an einigen Stellen arg ruckeln, etwa im Drachenturm. Akkustisch bleibt Flames of Vengeance dem Hauptspiel treu. Ihre Abenteuer sind mit stets passender und abwechslungsreicher Musik unterlegt, und die Vertoner-Riege hat wieder eine exzellente Arbeit abgeliefert. Einziger Wermutstropfen dabei: Manche Stimmen werden Sie dann doch etwas zu oft in unterschiedlichen Rollen hören, auch wenn sich die Sprecher stets um eine andere Tonlage bemüht haben. Aber das Dauergrinsen, das Ihnen die Gespräche, die teils absurden Gestalten und die teils herrlich verqueren Aufträge aufs Gesicht zaubern dürften, sollten dieses kleine Manko eigentlich wieder wettmachen. Und das gelungene Happy End von Flames of Vengeance dürfte Sie dann auch mit dem ungewöhnlichen Finale des Hauptspiels versöhnen.
Fazit der GameStar
Flames of Vengeance ist wie schon das Hauptspiel ein prächtiger, augenzwinkernder Spaß. Das Addon verzichtet dabei auf Storyfehler und größtenteils auf das schnell ermüdende Drachendasein, sondern packt das vergleichsweise kleine und überschaubare Areal von Aleroth voll mit gewohnt bekloppten Gestalten und motivierenden Aufträgen. Flames of Vengeance ist sozusagen ein komprimiertes Divinity 2: Ego Draconis. Wer das mochte, kann bedenkenlos zugreifen.
Quelle: http://www.gamestar.de
Gruss
Mr.Gnom