mr.gnom hat geschrieben:Hi @All
Trauriges Urteil beim Arcania-Test der GameStar
Dafür wird das eingängige und unkomplizierte Kampfsystem gelobt, das zumindest eine ganze ecke besser sei als in Gothic 3, wenngleich es nicht die taktische Tiefe des Systems aus Risen erreichen würde. Allerdings sei das Balancing nicht ausgeglichen, so seien Einhandwaffen zu schwach. Das als supersimpel gekennzeichnete Charaktersystem, das ohne jedes extra erlernbare Crafting, mit nur wenigen steigerbaren Talenten und nur drei Zaubersprüchen auskommt, sei zwar zuträglich für die Spielgeschwindigkeit, aber schlecht für den Rollenspiel-Realismus.
Gruss
Mr.Gnom
Tja, was soll man dazu noch sagen? Richtige Rollenspiele mit wirklicher Vielfalt im Charaktersystem hat es doch schon lange nicht mehr gegeben. Was lobe ich mir da ein Baldurs Gate, oder auch ein Fallout 1 und 2. Und vielleicht auch noch ein Neverwinter Nights. Aber schon mit Dungeon Siege hat doch die Entschlackung des Heldensystems begonnen, damit die Spiele einer immer breiteren Masse zugänglich gemacht werden können.
Lieber verliert man ein paar Spieler, denen das Spiel nun zu simpel ist, gewinnt aber bedeutend mehr Noobs (Sorry, aber wer sich nicht die Mühe macht, seinen Helden entwickeln zu wollen .....) dazu.
Auch Mass Effekt hat dies doch wieder eindrucksvoll bewiesen.
In ME 1 gab es noch ca 15 Fertigkeiten in ME2 nur noch die Hälfte. Und auch die Ausbaustufen wurden immens beschnitten. Vom Charaktersystem her war ME 1 für mich schon kein Rollenspiel mehr. ME 2 um so weniger. Einzig die Geschichte lies einem doch noch eine Vielzahl an Entscheidungen zu, die sich auch wirklich auf das Universum ausgewirkt haben. Die Atmosphäre ist daher der große Pluspunkt bei ME. Und wenn die fehlt, wie ja augenscheinlich bei Arcania der Fall ist, kommt halt nur noch Müll raus.
Apprpo Charaktersystem.Wie war das noch bei Spellforce? Ich möchte einen besseren Bogen anlegen, also muss ich die Fertigkeit steigern. Aber wie ist das bei Dungeon Siege und Konsorten. Ich schieße mit dem Bogen, also werde ich geschickter. Da fällt mir ein guter Spruch zu ein.
"Das Pferd von hinten aufzäumen."
Warum gibt es in Dragon Age nur noch drei Klassen und drei Völker. Und die Zwerge dürfen keine Magier sein? Zugegeben, die Geschichte hat einiges erläutert. Aber ich mag es nicht, in meiner Wahl derart beschnitten zu werden. Auch hier war aber schlußendlich die Atmosphäre sehr gelungen. Das Charaktersystem war es nicht, auch wenn es im Vergleich zu anderen Spielen noch recht umfangreich war.
Und wohin hat uns dieses RPG-light nun gebracht. Wirklich komplexe Systeme, wie ja bei Drakensang vorhanden, werden vom Gro der Spieler abgelehnt, da es ihnen zu kompliziert ist. Hallo? Drakensang und kompliziert? Zugegeben, es gibt 20 verschiedene Waffenfertigkeiten, aber entscheidet man sich nicht zwangsläufig für ein oder zwei? Kämpft man lieber mit Schild und Schwert oder nutzt man lieber den Zweihänder?
Aber wahrscheinlich soll da ein Held immer alles können. Und weil einige zu dumm sind, zwischen den Charakteren zu wechslen, bekommen sie halt ein Schloss nicht auf. Fazit dieser Noobs (Spieler möchte ich diese nicht nennen), "
Das Spiel ist scheiße!" Und was resultiert daras. Die Firma geht pleite und diejenigen unter uns, die auf solche Perlen warten, haben zukünftig immer weniger Hoffnung ein Spiel zu bekommen, das es auch wert ist ein Rollenspiel genannt zu werden.
Und noch was zu Drakensang. Mir graut schon vor dem, was uns Big Point demnächst als "Das schwarze Auge" im Netz präsentieren wird. Alles nur Menschen, und wer Elf oder Zwerg spielen möchte darf zahlen? Welche Charakterklassen sind Standard und welche müssen mit teuer bezahlt werden. Und erst die Quest. Wie will man aus einem Rollenspiel für Gruppen ein vernüftiges Browsergame mahcen? Das wird doch nur auf simpelstes Hack and Slay sowie Hohl dies und bring das rauslaufen.
Nicht zu vergessen, die vollkommen abwegige PvP-Komponente.