Paket/Kurierfahrer

Alles was in die anderen Rubriken nicht hineinpasst könnt ihr hier besprechen.

Moderatoren: tonidoc, MDuss

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MDuss
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Beitrag von MDuss »

kleine Hexe hat geschrieben:So, muss schlafen gehen. Hab schon wieder über eine Stunden überzogen.
Jeden Tag, Mo-Sa um 4:00 aufstehen, um die 100km auf dem Rad und ca 1500 Treppenstufen. Nur in eine Richtung. Selbe Anzahl auch wieder abwärts.
Das schlaucht ganz schön.
Wenn man fragen darf, was arbeitest du? Wenn man sich das so durchliest könnte manglatt auf ein Hochhaus mit defektem Aufzug tippen.

MfG
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kleine Hexe
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Beitrag von kleine Hexe »

Wie sich sicherlich noch einige erinnern können, habe ich in einem aus der Werbung bekannten Lebensmittelbetrieb gearbeitet, der zum Unilever-Konzern gehört.
Ende letzen Jahres bin ich nun endlich wieder nach Berlin gezogen und arbeite nun als Fahrradkurier bei einem Bekannten und fahre hauptsächlich für DHL-Express und FedexEx.
Da ich aber direkt vor Weihnachten in einen Unfall verwickelt wurde, bei dem ich mir den linken Ellbogen brach, und die Ausfallzeit finanziell komplett von meinem Bekannten geschultert wurde, wollen wir nun erst einmal ein Plus in die Kasse wirtschaften. Immerhin habe ich ja auch Anspruch auf Urlaub. Und dass muss auch erst einmal reingearbeitet werden, damit ich ihm die Zeit nicht auf der Tasche liege.
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Beitrag von tonidoc »

Hi kleine Hexe

Dies mit Deinem Unfall ist übel. Sag mal, wen ich dies so lese: Die Ausfallzeit von Deinen Bekannten geschultert? Hattest Du den keine Unfallversicherung? Bei uns ist praktisch ein jeder Betriebs / und Nichtbetriebsunfall versichert. Dies bedingt natürlich auch, dass man dann auch Taggeld versichert ist. Auch ist es bei uns üblich, dass wen man in einem Angestellten Verhältnis steht Dein Boss 80% Deines Lohnes in der Unfallzeit bezahlen muss, die er dann wiederum bei Deiner Versicherung beantragen kann.

MfG tonidoc
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Beitrag von MDuss »

Hi tonidoc.

Bei Paketkurieren ist das etwas anders. Da diese nicht als Angestellte bei der Firma arbeiten, sondern quasi als selbstständige Subunternehmer (damit sparen sich die Firmen wie DHL usw. die Sozialversicherungen), must du als Selbstständiger alle Sozialversicherungen selbst tragen, also Unfallversicherung, Arbeitslosenversicherung ect.

Alles must du dann selbst zu 100% bezahlen.

MfG
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Beitrag von kleine Hexe »

Die BG (Berufsgenossenschaft) hat zwar die Behandlung bezahlt, doch die Lohnkosten bleiben beim Arbeitnehmer hängen. Dafür gibt es natürlich auch Vesicherungen, doch die greifen meist erst nach drei Monaten, und sind sau teuer.
Und mein Unfall war im dritten Monat.
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Beitrag von tonidoc »

Hi

Ihr habt aber ein komisches Sozialsystem.

MfG tonidoc
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Beitrag von MDuss »

Nun Tonidoc.

Wenn du angestellt bist, dann werden die Sozialversicherungen von Arbeitgeber und Arbeitnehmer geteilt.

Aber bei Paketdiensten wie Hermes oder DHL bist du kein Angestellter, sondern du bist ein Selbstständiger.
Das heist du must dann ein eigenes Gewerbe usw. anmelden.

Dadurch must du auch alle Sozialversicherungen usw. selbst komplett tragen, da du ja kein Angestellter mehr bist, sondern ein eigender Unternehmer. Du könntest ja auch theoretisch eigene Leute mit anstellen, die dann für dich Arbeiten und du bist dann deren Arbeitgeber, und müstes dann für jene eben auch 50% der Sozialversicherungen bezahlen.

Die Firmen wie Hermes, DPD usw. machen das halt, um die Sozialversicherungskosten zu sparen.

Ein weiterer Nachteil dabei. Als Selbstständiger hast du auch alle Kosten z.B. für den Sprit des Wagens oder auch die Verschleißkosten des Wagens selbst an der Backe kleben. Zumal du da sowieso fast immer deinen Wagen benutzt.

Paketdienstfahrer ist echt ein beschissener Job. Es gibt nur wenige Leute, die bei den Paketdiensten angestellt werden, und dann auch deren Firmenfahrzeuge benutzen.
Meist ist es auch so, dass sich die Selbstständigen Pesonen einen Paketwagen der Firma mieten können, aber der Kostst auch eine Stange Geld an Miete, die ja auch erst mal verdient werden will.
Und die Miete für einen 3,5 Tonner dürften auch nicht unbedingt neidrig sein.

Mein Vater ist mal 3 Jahre für Hermes gefahren, da hab ich so einiges mitbekommen.

MfG
MDuss
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Beitrag von tonidoc »

Hi MDuss

Kann mich erinnern, da mal eine Sendung über Kurierdienste gesehen zu haben. Was mir geblieben ist, ist das der Verdienst nicht so überwältigend ist. Auch wurden besagte Kuriere nicht per Stunden, oder nur beschränkt per Stunden bezahlt.
Da frage ich mich, wie man mit einem solchen Verdienst all seine Sozialabgaben etc. bezahlen kann, so das man doch noch etwas zum Leben übrig hat.
Die grössten Fahrraddeppen hier in der Schweiz sind die Kuriere auf Fahrräder, die würden sogar Fussgänger umfahren nur um schneller an ihr Ziel zu kommen.

MfG tonidoc
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Beitrag von MDuss »

Die Kurierfahrer, zumindest bei Hermes werden nicht nach Stunden bezahlt, sondern nach den Paketen, die sie ausgefahren haben, wobei hier nur die abgeliferten, oder die eingesammelten für den Versand zählen. Pakete, wo der Empfänger nicht an zu treffen war, werden nicht berücksichtigt. Das ist dann eine "Metzgerfahrt" für den Fahrer gewesen.

Je mehr Pakete ein Fahrer ausliefert, oder je mehr ein Fahrer Pakete für den Versand abholt, desto mehr Verdient er auch.

Einen Stundenlohn gibt es nicht.

MfG
MDuss

[P.S.] Werde die Teile über den Paketdienst mal verschieben, geht sonst sehr weit am Thema vorbei.
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Beitrag von tonidoc »

Hi MDuss

Das wäre nichts für mich, egal was da bezahlt würde. Grinsen

MfG tonidoc
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Beitrag von kleine Hexe »

Um mal aus meinem Nähkästchen zu paudern. Ich bekomme vom meinem Chef ein festes Gehalt, egal wieviel ich einfahre.
Allerdings muss ich ja zwangsläufig genug einfahren, damit er kein Minusgeschäft macht.
Das erste viertel bis halbe Jahr haben wir mehr oder minder probiert und auch Lehrgeld bezahlt. Siehe Unfall. Und dann kommt es natürlich auch darauf an, bei wem, bzw für wen du letztendlich ausfährst.

Er hat für Firma A geliefert. Für die sollte ich als "Entlaster" auch auf festen Touren ausfahren. Heißt, wenn die anderen zuviel Sendungen haben, bekomme ich davon welche und muss natürlich auch Zeiten einhalten, bis wann diese ausgeliefert sein müssen. Habe ich hier nicht genug, mache ich einen auf "Stadtfahrer".
Heißt, ich steh an einer Ecke, warte auf den Auftrag und bring schnell was von A nach B, warte, bringe was von C nach D, warte wieder, fahre nach B und bringe das wieder nach A. Der "typische" Radkurier halt. Aber das hat sich überhaupt nicht gelohnt. Da war ich 8 Stunden draußen, bin effektiv 5 Stunden gefahren, und unter Strich kanem für meinen Chef nur 30€ raus, wovon er ja mich inklusive aller nebenkosten bezahlen musste. Verstehst du dich mit dem Disponenten nicht, (oder schmierst ihn nich, hatte ich den Eindruck) bekommst du auch keine Touren.

Da brachte er mich dann bei Firma B unter. Auch hier war ich Anfangs nur Entlaster, wurde aber nach Stunde bezahlt. Bzw nicht ich, sondern mein Chef wurde bezahlt, da ich ja bei ihm angestellt bin. Von dem muss er nun meinen Lohn abziehen, plus seinen Anteil an den Sozialabgaben plus Rücklagen plus Monatskarte für die öffentlichen, plus etwas für schlechte Zeiten. Auch das Rad kostet ja. kaum ein Fahrrad ist dafür ausgelegt, über das Kopfsteinpflaster von Friedrichshain zu fahren. Und auch noch um die 2.000km im Monat.

Nun fahre ich eine feste Tour bei Firma B. Heißt zwar, ich warte noch immer auf das, was die anderen übrig lassen und entlaste aber hauptsächlich nur zwei Fahrer, aber nun werde ich nach Stops bezahlt.
hat den Vorteil dass ich meine gebiet und meine Kunden kenne. meine WC-Stopps planen kann, weis bei wem ich was abgeben kann, wenn der eigentliche Empfänger nicht da ist, und so weiter.
Ach so. Ich werde nach "Erfolgreichen Stopps" bezahlt. Laut der Matrix muss ich 35 Stopps am Tag haben. Heißt schon mal, ich muss 40 "Stopps" (Zustelladressen) mitnehmen. Nicht immer trifft man ja wen an. Besonders ärgerlich bei Identsendungen, was bei mir ca 25% der mitgenommenen Sendungen ausmacht. Telefonkarten hauptsächlich. Congstar, Mobilkom, Telekom, aber auch Technik von 1&1 und so.
Pro Stunde schaffe ich je nach Gebiet zwischen 6 und 10 Stopps. Dann wechsel ich aber das Gebiet und habe auch mal 30min Leerfahrt dazwischen. Am Ende lande ich so bei 6-7 Stopps die Stunde. 40 Stopps als ca 6 - 6,5h "effektive Arbeitszeit".
Nun kommt aber leider noch was anders hinzu.
Im März suchte ich mir im Ostteil Berlins außerhalb der Ringbahn eine Wohnung, weil ich direkt angrenzend innerhalb des Rings mein Liefergebiet hatte. (3 Stationen U-Bahn oder 15min Radweg)
Anfang April stellte Firma B nun die Tourenplanung um. Ich muss nun jeden Morgen in den HUB, der außerhalb des Westrings liegt. Heißt schon mal, über eine Stunde Fahrzeit. (3 Linien mit 6, 9, 6 Stationen und ca 20min radweg). Aber um 6:30 muss ich da sein.
Da dann mindestens 1 Stunde Beladetätigkeit, je nachdem wann die LKW's vom Flughafen kommen. Gibt Tage, da fahr ich um 7:15 vom Hof. Gibt aber auch Tage, da fahr ich erst um 08:00 vom Hof, hab aber Termine für 09:00 bei. Das sind knapp 20km Strecke direkt durch Mitte, oder eben 17 Stationen mit der Ringbahn, da derzeit sowohl am Südring als auch an der südlichen U-Bahn gebaut wird, plus knappe 10km mit dem Rad. Nun der erste Stopp, und eigentlich werde ich erst ab jetzt bezahlt.

Zum Feierabend, also wenn meine Stopps fertig sind, müsste ich eigentlich wieder in den HUB und abrechnen. Hier habe ich nun aber Hereinbarungen mit mehreren Fahrern, die mein Zeug aufnehmen und shutteln. Spart mir am Tag gut 2 Sunden. Diese Tourenfahrer müssen aber bis mindestens 16:30 im Gebiet sein, bevor sie in den HUB fahren dürfen. 6:30 Beginn, bis 16:30 im Gebiet, dazu die Abrechnung. Fahrt zur Arbeit, fahrt nach Hause, .... 12 Stunden sind da keine Seltenheit.

Da ich nun aber nach Stops bezahlt werde, liegt es mehr oder minder an mir, wie ich meinen Tag gestalte. Termine müssen gehalten werden, sonst gibt es Strafen. Aber wenn ich kaum Termine beihabe, fahre ich erst eine PLZ nach der anderen ab, damit ich nur 1x von rechts oben nach Mitte links muss. Habe ich viele Termine, fahre ich die Strecke 2x. Erst wegen der Termine, und dann nochmal mit den "zeitlosen" zurück. Da kann ich mir dann auch erlauben, bei einem Kunden ein zweites Mal zu stoppen, um zu versuchen die Sendung die ich morgens nicht zustellen konnte, nun nochmal loszuwerden. Aber wenn ich keine Sendungen in dem Gebiet mehr habe, dann fahre ich wegen einer Sendung, wo ich nicht weis, ob der Empfänger nun zu Hause ist, definitiv nich wieder 10km leer durch die Gegend. (Immerhin hatte ich diese schon den ganzen tag im Rucksack.)
Denn wie erwähnt werde ich nur für erfolgreiche Zustellungen bezahlt. So meldet sich der Kunde und macht eine Umverfügung. Beispielsweise ein bestimmtes Zeitfenster oder eine andere Adresse. Auf Arbeit zum Beispiel. Macht er eine andere Zeit aus, sehe ich die Sendung meist zwei bis drei tage später wieder. Ist aber der Kunde nun nicht da, bekomme ich auch die Leeranfahrt bezahlt.

Ich bin nun mit meinem Bekannten am überlegen, mich wie er selbstständig zu machen und in Eigenregie zu arbeiten. Dann auch nicht mehr mit einem simplen Fahrrad sondern mit einem Lastenrad.

http://www.lastenfahrrad.com/media/imag ... dsnit1.jpg

Vorn eine Alukiste rauf, die den Vorteil hat abschließbar zu sein, und schon kann ich mehr und auch größere Sendungen mitnehmen. Den ganzen Amazon-Scheiß beispielsweise. In meinen Rucksacke passen meist nur um die 20 Sendungen von denen. Nehme ich nämlich mehr Sendungen pro PLZ mit, wird ja auch mein gesammtes Gebiet kleiner und die Zeiten werden kürzer, da ich nicht mehr so weite Leerstrecken habe.
Am letzten Samstag musste ich nämlich wirklich alles zusammenkratzen was gab, um auf 36 Stopps zu kommen. Dabei habe ich in Berlin dann 15 PLZ angefahren. Trotzdem war ich nach 6 Stunden Fahrzeit fertig.
Allein meine Fahrt im Tourgebiet war 77km lang. Plus An- und Abfahrtsweg kam ich auf ungefähr 95km - nur Radstrecke. Dazu die Treppen, ....
Aber noch ca 2 Monate, dann fahre ich nur noch einen, maximal 2 Samstage im Monat. Und nächsten Montag hab ich frei, da das Rad in der Durchsicht ist. Ich feeu mich schon auf die drei Tage Ruhe. Wird wie ein Kurzurlaub in New Vegas oder auf der Citadell. Hab ich noch nicht gebucht. Entscheide ich dann spontan.
Vielleicht heirate ich auch Guinevere (King Arthur - RPG-WarGame).
Oder ich kram mal wieder Spellforce raus. jetzt, wo ich so drüber nachdenke.
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Beitrag von MDuss »

Autsch, das ist wirklich ein harter Job.

Da war die Sache von meinem Vater bei Hermes ja noch deutlich besser, auch wenn es beschissen war.

MfG
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Beitrag von tonidoc »

Hi kleine Hexe

Etwas viel Stress?

Selbstständig wäre sicher eine Lösung. Also ich für meinen Teil müsste bei einem solchen Fahrrad Elektro - Unterstützung haben, grinsen.

Das Problem ist anfangs, dass Du genug Aufträge hast, dies ist ja bei jeder Selbstständigkeit so.
Ich hatte einen Kollegen, der hat sich einen LKW gekauft, und hatte das Glück für die Migros - Kette fahren zu können. Dies sicherte ihm schon einmal eine gewisse Einnahme. Nebenbei konnte er auch noch für andere Speditionsfirmen fahren.

Ich weis ja nicht, wie dies in Deutschland ist, aber bei uns wen man Selbstständig ist schnellen auch die Abgaben in die Höhe. Man sollte sich dies schon sehr genau überlegen.
Übrigens das Fahrrad sieht Spitze aus, wen ich jünger wäre, wäre dies auch noch eine Option für mich.

MfG tonidoc
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Beitrag von kleine Hexe »

Also ganz ehrlich? Bei Hermes möchte ich nicht arbeiten. Auch wenn ich auf dem Rad Wind und Wetter ausgesetzt bin, was ja meine Zeiten beeinflusst, so fahren hier in Berlin die Hermes-Kuriere mit bis zu 200 Stopps los.Gerade in Mitte, Kreuzberg und Freidrichshain sind die Transporter bis aufs letzte Fitzelchen vollgepackt.

W3enn ich den Schruitt gehe, weis ich ja schon, dass ich bei dem weiterarbeiten kann, für den jetzt mein Chef fährt. Also Aufträge wären da. Und diese Bikes haben auch einen nachrüstbaren E-Motor-Kit.
Diese schalten selbstständig zu und haben ca 50km Laufleistung. Kostenpunkt gute 800,-€, aber auch ein "must have", wenn ich dieses rad kaufen sollte. Gibt sogar schon Räder, die auf dem Deckel der Alukiste Solarzellen haben.

Hier mal eine Seite zum Bullit-Lastenrad.
Aber es summiert sich halt.
Rad: 2.400,-
Kiste: 300,-
Motor: 800,-
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Beitrag von tonidoc »

Hi kleine Hexe

Ja besagte Fahrräder kosten schon einiges. Wen man mit Aufträgen ausgelastet ist, würde sich eine solche Anschaffung schon lohnen

Ich nehme nun mal an:

Du schreibst hier 50km Laufleistung, dies wäre ja die Strecke mit Pedalunterstützung die Du damit erreichen kannst, so das der Motor auch noch mit macht? Weil km/h wäre die Geschwindigkeit. Ich denke mir, dass 50 km Reichweite schon etwas knapp ist. Ich habe zum Beispiel in meine E-Roller zusätzliche Akkus einbauen lassen, von daher komme ich statt 70 km weit 130 km weit.

Dann muss man ja auch die Qualität betrachten: Es gibt E-Fahrräder mit 500 Watt, und dann E-Fahrräder mit 1000 Watt Leistung. Die Fahrräder mit 1000 Watt kann man, wen man will, mit etwa 50 bis 60 km/h bewegen. Dies hat den Vorteil bei längeren Strecken.

Ja ich weis, ich habe gut reden, da ich nicht jede Münze dreimal umdrehen muss, bevor ich diese ausgebe. Aber eine Überlegung ist dies immer wert, weil man kauft ja auch nicht alle Tage ein solches Gerät.

Bei meinem letzten E-Roller, den ich gekauft habe, habe ich drei Monate im Internet nach gesehen, bis ich dann sagte: Ja der sagt mir zu.

MfG tonidoc
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